Spiritualität

Der spirituelle Weg

Spiritualität wird gerne mit Religion oder Esoterik gleichgesetzt, als gebe es spirituelle Menschen, und jene, die in der materiellen, weltlichen Realität leben würden. Doch Spiritualität ist einfach nur der Part des Lebens, der über die rein materielle Ebene hinausgeht.

Eine spirituelle Erfahrung ist ein Erlebnis, das dir zeigt, dass da eine spirituelle Eben sein muss. Eine Erfahrung, die dich entweder inspiriert, einen Weg in das spirituelle Bewusstsein zu gehen, oder es zu verdrängen und wieder zu vergessen. Doch wenn in dir die Bereitschaft reift, sei dir sicher, dass sich dir ein Tor zeigt.

Tore sind dafür da, durch sie hindurchzugehen. Es ist ein bewusster Schritt, den du ebenso bewusst erleben kannst. Möchtest du das ausprobieren, gehe durch eine Tür und spüre den Türrahmen als Tor. Beobachte das Gefühl, wie du von einem in einen anderen Raum gehst.

Doch werde dir auch bewusst: Ein Weg bedeutet nicht, im Tor stehenzubleiben.

 

Körperbewusstsein

Du bist in diesem körperlichen, menschlichen Sein inkarniert, weil du ein Leben erfahren möchtest. Dieses Leben, in diesem Körper und diesem Setting. Du bist hier, dich aus dem Leid in ein befreites Bewusstsein zu erheben. Und wir sind hier, um uns dabei zu unterstützen, zusammen eine Raumzeit zu schaffen, in der uns das gelingt! Jeder Mensch, jedes Lebewesen, ja jeder Stein ist daran beteiligt, ein harmonisches Ganzes zu sein. Und den Schmerz, der dich davon trennt, den gilt es zu heilen.

In der Esoterik geht der Glaube um, es ginge darum sich aus dem niederen, irdischen Sein in dein höher schwingendes, spirituelles Sein zu erheben. Daran mag ein wahrhafter Funken sein, doch zunächst geht es darum, den ersten Schritt zu tun. Und es geht viel mehr darum, sein Bewusstsein und Empfinden zu erweitern, statt das Eine für das Andere zu töten. Und der erste Schritt beginnt dort, wo du bist: körperlich. Nimm doch erst einmal wahr, was du emotional spürst. Spüre deinen Körper und die Lebenskraft in ihm. Und erkenne deine Gedanken und was dich motiviert.

Viele Menschen spüren sich selbst nicht. Sie spüren ihren Magen nur, wenn er gerade schmerzt. Und wie traurig ist denn eine Existenz in einem Körper, den man nur spürt, wenn es sich gerade schlecht anfühlt?

Probiere aus, deinen Herzschlag zu spüren. Sorge für etwas Ruhe und setzt dich hin. Nein, lege nicht deine Finger an den Hals, um den Puls zu spüren. Dein Puls lässt mit jedem Herzschlag deinen ganzen Körper vibrieren. Spüre diese Vibration! Und wenn du diese Vibrationen deines Herzens spürst, darf ich vorstellen: Das bist du!
 

Emotionen

und Träume

Du magst Emotionen erleben und deutlich spüren, und doch sind sie nur schwer zu greifen. Das, was wir erfahren sind nicht die Emotionen selbst, sondern die körperlichen und mentalen Reaktionen, die sie erzeugen. Also schwillt mir der Hals und pochen in mir die Wut und Rachegedanken oder fühle ich mich tief traurig. Auch im Positiven, bin ich fröhlich und lache, dann ist es das, was meine Emotionen mit mir machen. Die Emotion selbst ist jedoch nicht diese Reaktionen, sondern das, was diese Reaktionen auslöst. Deswegen erleben die meisten Menschen nur, wie sie die Wirkung der Emotion wahrnehmen.

Mit den Träumen ist es ja ähnlich, denn viele Menschen erleben ihre Träume nicht live. Sie erinnern sich nach dem Aufwachen an ihren letzten Traum, wenn überhaupt. Dabei ist unsere Existenz in der Traumwelt mit der wichtigste Part des Tages, an dem wir mit unserem Lebensweg umgehen können. Sehen und manifestiert, was unsere Zukunft wird. Das ist der Moment, in dem wir alle zu Gast in der Anderswelt sind. Der Schritt zur schamanischen Reise ist dann nicht mehr weit.
 

Geist

Ein Wort, so viele Bedeutungen

Mit Geist kann der Verstand gemeint sein, oder der tiefgehendere, geistige Part unseres Intellekts. Geist kann auch uns, als geistiges Wesen meinen, bis ins spirituelle Bewusstsein hinein, in dem wir uns bewusst sind ein Spirit zu sein, eine inkarnierte Seele. Oder ein Geist ist ein Gespenst, eine Wahrnehmung eines Verstorbenen. Das alles kann mit „Geist“ gemeint sein. Und dann glauben wir, wir könnten miteinander reden und uns anhand der Worte verstehen.

In spirituellen Kreisen wird gerne von der Harmonie von „Körper, Geist und Seele“ gesprochen. Mit Körper ist der physische Körper gemeint, das ist klar, obwohl das auch nur so klar scheint. Aber spätestens dann gehen die Bedeutungen stark auseinander.

Geist kann schlicht unseren Verstand meinen und Seele steht dann für die Emotionen, „das seelische“. Diese Auslegung mag unspirituell wirken, tatsächlich besteht unser körperliches Menschsein jedoch genau aus diesen 3 Feldern: Dem physischen Feld des Körpers, den Mentalfeld unseres Intellekts und dem Emotionalkörper. Und diese 3 Felder bilden unser fleischliches Sein, mit all seinen Eigenschaften, wie z.B. der Psyche.

Gerät eines dieser 3 Felder aus der Phase, fallen wir aus dieser Harmonie von „Körper, Geist und Seele“. In unseren Breiten gerät meist der Emotionskörper aus der Phase. Die Betroffenen können schlimmsten Falls keine Emotionen mehr erleben.

„Ich steh grad neben mir!“ ist eine Floskel, die man in diesem Sinne auch durchaus wörtlich nehmen darf! Wenn eines dieser 3 Felder aus der Phase tritt, geschieht nämlich genau das.

Letztendlich sind wir jedoch alle geistige Wesen in dem Sinne, dass unsere Existenz weit über dieses Konstrukt des „ich bin ein Mensch“ hinausgeht. Ja, und dass keiner unserer weltlichen Aspekte ohne den Geist hinter den Dingen existieren würde, geschweige denn handeln könnte. Und unser Verstand wäre ohne Emotion ziellos und ohne unseren Spirit genauso willenlos und flach wie eine KI. Deswegen ist die Vorstellung, eine KI könnte einmal unsere menschliche Intelligenz erreichen, auch nur ein Zeichen dafür, dass diese Menschen den wesentlichen Kern ihrer eigenen Intelligenz noch gar nicht begriffen haben! Und der findet sich eben nicht im Gehirn, sondern in dem Geist, der sich dann unter anderem im Gehirn als Gedanken manifestiert, an sich jedoch viel größer ist.
 

Manifetation

Schöpfung und Schöpfer:in in einem

Und dann, wenn wir dieser Geist hinter den Dingen sind, dann beginnt spirituelles Bewusstsein. Dann erkennen wir, dass Tiere genauso intelligent sind, wie wir. Das Bäume ein Bewusstsein besitzen, in ihrer Aura leben und man mit ihnen sprechen kann. Und du weißt, dass ein Stein ebenso ein Bewusstsein hat und auf seine Weise am Geist des Ganzen teilnimmt. Genauso, wie all die vielen Naturwesen, Naturkräfte und Drachen. Unser Geist ist ebenso einer davon, eben der Geist hinter uns selbst, den es zu erkennen und bewusst zu leben gilt.

Wir manifestieren und sind zugleich Manifestation unseres Geistes, und des Geistes des Ganzen, das diese Szenerie zum Leben erweckt. Alles was ist, ist beseelt. Während wir Menschen als Seele in einen Körper inkarnieren und dieser dann auch sind, sind materielle Dinge, wie unsere Kaffeemaschine, Projektionen andere Seelen. Gemeinsam und auf unterschiedliche Weise kreieren wir diese Welt. Wir sind also Schöpfung und auch ein Teil der Schöpfer:innen. Und andersherum, spiegelt uns unsere Manifestation wieder und wir bilden daraus eine Essenz in unserem Seelensein.

Die Frage ist doch, wie weit sind wir uns dessen bewusst?

 

Das Ego

als Funktion des Lebens

„Ego“ ist schlicht das lateinische Wort für das „Ich“. Es steht in der Psychologie für das Bewusstsein eine Persönlichkeit zu sein, die mit dem Außen interagiert. Was ist mein Selbst und was der Rest des Universums?

Wie sehe ich mich und wie sieht mich die Welt? Das mag bewegen und was spielt sich doch alles in unserem Selbst ab! Das ist unsere Psyche, ein Wort aus dem Altgriechischen für die Seele. Hierher stammt dann auch die Gewohnheit, emotionales als seelisch zu bezeichnen. Doch für die alten Griechen war das mehr und stand für den Atem des Lebens, für das Leben selbst.

Sehen wir genauer hin, ist bereits dieses Ich rein wissenschaftlich eine Illusion. Wir brauchen Bakterien als Teil unseres Körpers, auf der Haut und im Darm erfüllen sie überlebenswichtige Funktionen. Dieses Mikrobiom macht etwa 3% unseres Körpers aus und beeinflusst nicht nur unsere Gesundheit, nach neuster Forschung beeinflusst es sogar unsere Mentalität.

Auf geistiger Ebene sind wir noch weniger nur dieses Ich. Wir teilen unsere Träume mit uns nahestehenden Menschen, und zwar ganz wortwörtlich die Träume der Nacht. Und diese Persönlichkeit und Psyche dieser Inkarnation ist ein Teil unseres Menschseins über mehrere Leben hinweg. Es erfährt Entwicklung und setzt Impulse, die wie Wellen in all unsere Leben ausstrahlen. So kann eine Erfahrung, mit entsprechender Seelentiefe, unser ganzes Sein positiv nähren und der ganzen Menschheit eine Essenz schenken. Eine heilsame Qualität, die von uns und auf uns wirkt.

In der Esoterik und auch in spirituellen Kreisen herrscht ein regelrechter Krieg gegen das Ego. Tötet es! Dabei ist das Ego eine wichtige Funktion in unserem Leben. Dieses Ich hilft uns, unser Sein in einer Raumzeit mit Bewegung und Richtung zu erleben. Denn tatsächlich sind wir ja multidimensionale Geistwesen, für die Raum und Zeit keine echten Limits darstellen. Das ist Illusion, aber in der Illusion ist diese Begrenztheit des Egos ganz real. Und was passiert mit uns, wenn sich diese Realität plötzlich in Nichts auflöst?

 

Das Ego reiten

Die einen sagen, Esel seien stur, andere, sie hätten einen ausgeprägten, wählerischen Charakter. Tatsache ist, hast du eine gute Verbindung zu einem Esel, werdet ihr gemeinsam keine störende Sturheit erleben. Ein guter Grund, den Esel als Sinnbild für das Ego zu nehmen.

In einer Geschichte, die mir bei einem Dhikr (eine Meditationsform der Sufi) erzählt wurde, spielt dieses Sinnbild die tragende Rolle: Wir schleppen diesen Esel, das Ego, auf unserem Rücken durchs Leben und lassen uns von ihm lenken. Und der Aufruf lautet „Nimm den Esel vom Rücken und reite ihn!“. Was bedeutet, werde dir dieser wichtigen Funktion bewusst und nutze sie als Teil deines Lebens.

Es sagt aber auch, gehe bewusst und liebevoll mit deinem Esel-Ego um, denn es ist dein Charakter. Nur solange du dich deines Egos nicht bewusst bist, es schwach und ungelenkt umherirrt, wird das auch nichts werden. Deswegen, stärke dein Ego und sei dir dabei immer bewusst, dass du mehr bist, als ein Ego. Dann wird es dich auch gut durch dein Leben tragen.

Die meisten Menschen sind jedoch Spielball ihrer Emotionen. Und religiöse und ideologische, politische Propaganda nutzen diese ungelenkte Emotionalität als Tor, dich zu manipulieren. Deswegen ist der nächste Schritt auf dem spirituellen Weg, nach dem Körperbewusstsein und der Erkenntnis, dass es Absicht der Seele ist körperlich zu sein, ein emotionales Bewusstsein zu entwickeln und einen klaren Geist zu kultivieren. Am Ende wird dir bewusst werden, dass dieses Gefühl ein Ich zu sein letztendlich nur ein Blickwinkel ist, den du in dir selbst einnimmst, der dich aber in keiner Weise bindet.

 

Deine Mitte

Friedvoll in der eigenen Mitte ruhen

Leichter gesagt, als getan? Nun, im ständigen Auf und Ab der Gefühle mag es schwerfallen, diese Mitte zu erkennen und dich von allem zu befreien, was dich von einer friedvollen Ruhe abhält. Doch wer oder was hält dich denn wirklich zurück?

Setzte dich zur Meditation und lass das Denken schweigen! In kürzester Zeit wird dich eine Empfindung ablenken. Erst juckt und zwickt es und in dir steigt dieses Bedürfnis auf, sofort aus dieser Situation zu fliehen. Ja, es dauert keine 5 Minuten und du erfährst dieses Gefühl zu sterben, wenn die Stille in dir nur noch eine Sekunde anhält! Und genaugenommen ist dem auch so, denn auf dem spirituellen Pfad stirbt dein Ego. Jedoch nur, um in ein erweitertes Bewusstsein hinein wiedergeboren zu werden und einen harmonischen Platz im Ganzen zu finden. Es geht nicht ums Suchen, es geht um das Finden und ein Finden, das wie von selbst aus deiner Mitte kommt.

Was wolltest du denn auch suchen, wenn du gar nicht wissen kannst, wo die Reise hingeht? In neue Dimensionen, von denen du jetzt noch keine Ahnung hast! Und glaub mir, auch wenn ich seit 1998 auf dem Weg bin, finde ich immer noch neue Dimensionen meines Seins. Und diese Reise geht weit über dieses eine Leben hinaus! Die Frage ist nur, möchtest du in diesem Leben auch an dieser Reise teilhaben oder lässt du es verstreichen und dich verirrt von den Wellen umher spülen?
 

Wir können gemeinsam durchs Leben gehen und uns gegenseitig unsere Bedürfnisse befriedigen. Das ist sicherlich ein schöner und wichtiger Teil des Lebens. Doch neben all dem, und auch jenseits aller Wellen, ist es ebenso wichtig, unsere ureigene Mitte zu finden.

Meditation

Der Weg zum spirituellen Bewusstsein und Erleuchtung.

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